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Querverbindungen Leseprobe
zum Horoskop von Helmut Kohl |
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1 Interessengebiete
2 Wahrheit und Dichtung
3
Erfolgsstrategie |
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Wie Sie Eindrücke verarbeiten: Merkur
Tricks, Schlauheit, körperliche oder geistige Wendigkeit (Z w i l l i n g s-Merkur) gehören genauso dazu wie Anpassungsvermögen und eine situationsgerechte Darstellung meiner Gefühle gegenüber der Umwelt (J u n g f r a u-Merkur). Reflexfreie EindrucksbewältigungDie Bewertung, Einordnung und Verarbeitung, sozusagen die 'Verdauung' dessen, was Sie wahrnehmen, vollzieht sich nach dem Muster des vierten Horoskopquadranten, nämlich außerpersönlich: Triebmuster, Emotionen, selbst Freunde und der Partner haben zunächst wenig direkten Einfluß darauf, wie Sie Ihre persönliche Wirklichkeit interpretieren. Dies bietet die Chance, ein weitgehend objektives Denken zu entwickeln, in besonderem Maße gesellschaftliche Strömungen erfassen zu können und den Anschluß an den Zug der Zeit zu behalten. Interessengebiete wie Wissenschaft, Politik oder auch Mode liegen hier nahe. Um jedoch zu verhindern, daß Sie Fehlentscheidungen treffen und an sich selbst vorbeileben, sollten Sie immer wieder kritisch hinterfragen, inwieweit Ihre Selbsteinschätzung noch etwas mit dem Menschen aus Fleisch und Blut zu tun hat, der Sie nun einmal sind. Eindrucksverarbeitung und praktisch-intellektuelle Vorgänge sind bei Ihnen verknüpft mit Themen des 12. Hauses: Selbstdarstellung in der Gesellschaft; die Überwindung des Körperlichen; Unabhängigkeit von Reflexzwängen und vom Zeitgeist; Meditation, Bewußtseinserweiterung, Ahnungsvermögen; Verdrängung, Flucht, Heimlichkeit, Zurückgezogenheit, Drogenkonsum; Wahrnehmung der Gefühle des Anderen; gemeinsame Anpassung an Umweltbedingungen, das Gruppenschicksal. Die Frage 'Welche Wirkung entfalte ich in der Öffentlichkeit?' oder auch 'Wie kann ich mich der Vielzahl alltäglicher Anforderungen entziehen?' bestimmt auf mehrfache (und in der Regel unterschwellige) Weise Ihre Entwicklung: Ihrem bewußten Zugriff entzogen, aber gesellschaftlich relevant, ist für Sie zunächst das Lebensprinzip 'Fische', welches den Dingen Ihren Lauf läßt, sich von seiner Intuition leiten läßt und eher indirekt Einfluß nimmt. Ferner spielt hier die Logik 'Angriff oder Flucht' eine Rolle. Ebenso möchten Sie sich hier aktiv verwirklichen und souverän zur Geltung kommen. Eine exzentrische Komponente kommt hinzu: Entscheidend ist, wie Sie Ihre Andersartigkeit vermitteln und sich individuell in Szene setzen können, um sich von der farblosen Masse zu unterscheiden. - All das beeinflußt (und irritiert) Ihre Gedankengänge. Sie sind eigentlich völlig überfordert, die Flut dessen, was auf Sie einströmt, auszusortieren und zu verwerten. Sofern es Ihnen jedoch gelingt, ein Minimum an Folgerichtigkeit in Ihre Gedanken zu bringen und sich in Ruhe auf Ihre seelischen Wurzeln zu besinnen, bewegen Sie sich sehr nahe an einer objektiven und tiefgründigen Wahrheit. Sie sind dann wie kaum jemand anders in der Lage, Undurchschaubares verständlich zu machen. Sie verfügen über 'Meßinstrumente' und Sensoren, die für
diese Welt eigentlich zu empfindlich sind. Die Zartheit Ihres Nervensystems kann sich
körperlich in Form von Wetterfühligkeit, erhöhter Infektionsneigung oder der
Unverträglichkeit von Medikamenten äußern. Wenn in Belastungssituationen viele praktische Entscheidungen und klare
Aussagen von Ihnen gefordert sind, läßt Ihre Konzentration deutlich nach. Sie sind wie
kaum jemand anders in der Lage, sich gedanklich auszublenden, unangenehme Realitäten und
Erinnerungen aus Ihrem Gedächtnis zu löschen oder einfach auf 'Autopilot' zu schalten
und ohne bewußte Steuerung im Alltag zu funktionieren. Da Ihnen harsche
Auseinandersetzungen nicht liegen, haben Sie eine besondere Gabe, Ihre Umgebung durch
subtile Formulierungen oder Gesten unmerklich in Ihrem Sinne zu beeinflussen. Eine Art
Tarnkappe ermöglicht es Ihnen, sich in Ihren wirklichen Ansichten lange bedeckt zu
halten. Es fällt Ihnen nicht gerade leicht, Faktenwissen auf konventionelle
Weise zu erwerben und im persönlichen Gespräch sachlich zu präsentieren. Ihre
Gesprächspartner müssen vielleicht öfters den Zusammenhang erahnen, den Sie bei manchen
Mitteilungen wohl als bekannt voraussetzen. Hingegen liegt im Erzählen oder Darstellen
von kreativen, phantastischen und tiefsinnigen Inhalten Ihre große Stärke. Weil Sie menschliche Grundsehnsüchte
anzusprechen vermögen, nimmt man Ihnen vieles ab, unabhängig davon, ob es im
herkömmlichen Sinne 'wahr' ist. Werbung, Öffentlichkeitsarbeit, Film und
Science Fiction, aber auch Esoterik und Religion bewegen sich in dieser Grauzone. Auch zwischenmenschliche Beziehungen bewegen sich ohne ein bestimmtes Maß an Verbindlichkeit und ganz banalem Alltag im luftleeren Raum. Falls Sie unter dem Gefühl leiden, von Ihrer Umgebung nicht ausreichend und respektvoll zur Kenntnis genommen zu werden oder, sofern man Ihnen Beachtung schenkt, nicht verstanden zu werden, sollten Sie sich einmal ehrlich fragen, inwieweit Sie sich bemühen, Ihre wahren Gefühle zuzulassen und auch den Menschen zu zeigen, die Ihnen wichtig sind. Dies mag vielleicht nicht so beeindruckend sein, wie Ihre spirituellen Sehnsüchte und Erfahrungen, dennoch werden Sie damit auf mehr Interesse und Verständnis stoßen, als mit irgend etwas anderem. Versuchen Sie Ihre Meinung präzise und unmißverständlich zu formulieren und Ihren Standpunkt nur selten und nach reiflicher Überlegung zu ändern. Eine Ihrer wichtigsten Herausforderungen ist es, Vision und Praxis, Traum und Realität zusammenzubringen. Stichpunkte: Intellektuelles Erfassen von Hintergründigem; Assoziative bis unvernünftige Eindrucksbewältigung; Überpersönlicher verbaler Selbstdarstellungsdrang; Besondere Affinität zu sozialen und gesellschaftlichen Entwicklungen, zu 'allem, was in der Luft liegt'; Außenseiterposition oder völlige Zurückhaltung mit Meinungsäußerungen; Einsicht in die letztendliche Gleichheit und Gleichwertigkeit aller Dinge der konkreten Welt; mangelnde Klarheit im Ausdruck; Unfähigkeit, sich an Umweltbedingungen anzupassen (reaktionsgelähmt); Tip: Nicht das sagen, was gerne gehört wird, sondern einen echten persönlichen Standpunkt entwickeln, der dann gelebt und vermittelt werden kann. Ziel: Niemand unterschätzt Sie ungestraft Ihr Merkur 'herrscht' im 6. Haus, d.h. dieses Haus ist vom
Zeichen Jungfrau geprägt. Ihre schon beschriebene unabhängige Eindrucksverarbeitung dient letztendlich der Anpassung an Umweltbedingungen und der Darstellung Ihrer Gefühle. Es geht Ihnen also darum, welchen emotionalen Entfaltungsspielraum Sie in Ihrer Umwelt haben. Merkur im Sinne des Zeichens Jungfrau läßt die nun folgenden Aussagen mehr unter dem Gesichtspunkt relevant werden, wie Sie sich auf eine gegebene Umweltsituation angemessen einstellen können. Wenn diese Adaption gelingt, gehen Sie koordiniert und ökonomisch vor, wenn nicht, reagieren Sie entweder überkritisch oder nehmen sich zu sehr zurück, was auf Kosten Ihres Wohlbefindens gehen kann. Wägen Sie hier realistisch ab zwischen sachlichen Notwendigkeiten und Ihren Eigeninteressen. Im ersten Teil dieses Kapitels stand, daß sich Ihre Überlegungen insbesondere um Unterschwelliges und Nicht-Alltägliches drehen. Warum interessieren Sie sich ausgerechnet für diese Dinge so sehr? Das hier behandelte Planetenprinzip charakterisiert Ihre persönliche Fähigkeit, sich reflexhaft auf gegebene Situationen einzustellen, also die Umweltbedingungen in Ihr Verhalten einzubeziehen und zur Verfügung stehende Freiräume geschickt zu Ihrem Vorteil zu nutzen. Hier besitzen Sie eine Art Tarnkappe, d.h. entweder Sie wittern jede Gefahr von weitem und gehen ihr instinktiv aus dem Weg oder Sie tappen mit schlafwandlerischer Treffsicherheit in jedes Fettnäpfchen und es passiert Ihnen in der Regel trotzdem nichts, weil die ganze Angelegenheit relativ schnell vergessen ist. Ihre Möglichkeiten, ein Problem 'auszusitzen', abzutauchen und sich still zu verhalten, bis die Karawane weitergezogen ist und sich andere die Köpfe heißgeredet haben, sind beneidenswert! Ihre Art sich zu geben erweckt vielleicht den Eindruck, als ob konkrete Notwendigkeiten, Sachzwänge und Detailarbeit Sie nicht im geringsten berühren. Mancher in Ihrem Arbeitsumfeld mag Sie sogar als etwas weltfremd und unpraktisch belächeln. Gerade in dieser Unterschätzung liegen aber enorme Möglichkeiten: Sie geben anderen die Chance, sich als leistungsfähig und kompetent zu erweisen, zeigen sich solidarisch mit den Problemen Ihrer Kollegen, werden als Integrationsfigur geschätzt, jedoch als ernstzunehmender Konkurrent übersehen. Im passenden Augenblick betreten Sie dann die Bühne und bekommen auf unerklärliche Weise den Posten, auf den alle anderen scharf waren. Bemerkenswerterweise richtet sich Ihr Ehrgeiz gar nicht so sehr auf naheliegende, kurzfristige Etappenziele. Ihr langer Atem ermöglicht Ihnen eine scheinbar unbegrenzte Belastbarkeit, wenn es darum geht, auf Ziele hinzuarbeiten, die zwar nur in Umrissen feststehen mögen, aber für Sie Gegenstand einer inneren Sehnsucht sind. Sie können -so paradox es klingt- gleichzeitig arbeitsscheu und arbeitssüchtig sein. Im letzteren Fall bieten sich dann Krankheiten als einzige Verschnaufpause an. Ein 'normaler' Job zum Geldverdienen oder ein Leben, das sich allein um alltägliche Verrichtungen und eigennützige Zwecke dreht, wird Sie kaum ausfüllen, es sei denn solche Beschränkungen würden Ihnen vom Schicksal auferlegt. Pflicht sollte sich für Sie mit tiefster Sinngebung verbinden. Das mag die Form eines helfenden, heilenden sozialen Engagements annehmen, einem Wirken im Unauffälligen und Verborgenen. Sie entwickeln besonderes Mitgefühl für menschliches Elend und wünschen sich im Grunde gleiche Entfaltungsmöglichkeiten für alle. Wenn andere Faktoren dies begünstigen, ist Ihre spezielle Art Gefühle mitzuteilen sogar geeignet, der Volksseele aus dem Herzen zu sprechen, den Bedürfnissen und Nöten einer Generation über Kunst oder Politik Gehör zu verschaffen. Weitere Ziele: Eigensicherung und Kommunikationsfähigkeit Ihr Merkur 'herrscht' in zwei Häusern (2 und 3), d.h. diese Häuser sind vom Zeichen Zwillinge geprägt. Merkur in der Bedeutungsvariante des Zeichens Zwillinge verarbeitet ebenfalls Umweltinformationen, allerdings ohne Gefühlsbeteiligung. Er zeigt eher Ihre angeborene Fähigkeit, sich zu artikulieren und praktisches Anwendungswissen zu sammeln. Im Sinne von praktischem Intellekt und Interesse dient Ihr Merkur sowohl Ihrer Existenzsicherung als auch der Art, wie Sie kommunizieren und nach außen wirken. Damit verspüren Sie also zwei Ziele gleichzeitig: Sie wollen sich körperlich-materiell absichern, in eine Gruppe einbinden und gleichzeitig in Erscheinung treten, von anderen registriert werden. - Diese beiden Erfahrungsbereiche sind bei Ihnen thematisch eng miteinander verbunden: Wenn das Eine gut funktioniert, dann meist auch das Andere, und umgekehrt. Ihr Bedürfnis nach Wurzeln, die Stabilisierung und Absicherung Ihrer materiellen Lebensgrundlagen, ist ein hochsensibles aber schwer durchschaubares Thema. Mehr oder weniger deutliche Revierunsicherheit, das Fehlen von 'Stallgeruch' und der selbstverständlichen Einbindung in die Sippe gehört zu Ihren frühen instinktiven Prägungen. Und dies, obwohl Sie eigentlich gesteigertes Interesse an Sicherheit haben. Nicht immer sind es unklare Familien- und Wohnverhältnisse, finanzielle Not oder häufige Wechsel des sozialen Umfeldes in der Kindheit, die einen seine Existenz als labil erleben lassen. Trotz äußerlich geordneter Bedingungen könnten etwa eine wenig robuste körperliche Konstitution oder auch Wesensmerkmale, die für die Familie völlig fremd und unverständlich sind, zu einer gewissen Isolation und Ungeborgenheit innerhalb der Gruppe geführt haben. Aus einer unterschwelligen Angst heraus, durch das eigene Wesen als Fremdkörper erkannt und ausgestoßen zu werden, wagt man dann nicht, seinen angestammten Platz einzunehmen und sucht Sicherheit eher darin, daß man seine Eigenart verbirgt. Es handelt sich hierbei weniger um ein absichtliches Verstecken als vielmehr um eine 'natürliche' instinktive Tarnung, welche Versorgung und Schutz gewährleistet. Sie besitzen damit etwas, das es Ihnen erleichtert, unauffällig und ungehindert das Vertrauen von Menschen zu gewinnen und in eine Gruppe integriert zu werden. Vor allem auf anonymer oder öffentlicher Ebene können Sie möglicherweise ein Wir-Gefühl erzeugen, wie etwa der Mann, von dem alle sagen 'Das ist einer von uns!' und dem man abnimmt, daß der Kaffee den er trinkt wirklich der beste ist. Ihre öffentliche Wirkung mag sich für Sie in barer Münze auszahlen und sogar beruflich nutzbar sein. Überlegen Sie sich dabei aber, ob Sie in der Lage sind, geweckte Erwartungen auch zu erfüllen. Im Idealfall entspricht das, was Sie ausstrahlen auch dem, was Sie wahrhaft verkörpern oder besitzen. Sie streben Konkretes an, aber auf einer etwas realitätsfernen Grundlage, und laufen dabei womöglich Gefahr, Luftschlösser zu bauen bzw. bei anderen eine Scheinsicherheit zu erzeugen. Zu Ihrer eigenen Substanz, dem Festen und Gesicherten in Ihrem Leben, fehlt Ihnen zunächst - wie schon erwähnt- der unmittelbare Zugang. Ihre Eingliederungsfähigkeit beruht ja zu einem erheblichen Teil darauf, daß Sie früh gelernt haben, Ihre körperlichen und materiellen Bedürfnisse nicht zu spüren bzw. zu ignorieren, um bei Bedarf jeden Stallgeruch annehmen zu können. Verwurzelung bedeutet jedoch auch Abgrenzung, indem ich definiere, welche Personen und Dinge (zu) mir gehören und welche nicht. Wenn diese Grenzen zu sehr verschwimmen, gehöre ich zu jedem und niemandem, besitze ich alles und nichts, unterscheidet mein Körper nicht so recht zwischen willkommenen Nährstoffen und Giften bzw. zu bekämpfenden Eindringlingen. Auch wenn diese Extreme nur zur Verdeutlichung dienen sollen, können Sie an den Bereichen Körper, Eigentum und Gruppenbindung ablesen, inwieweit es für Sie notwendig ist, Ihre Bedürfnisse deutlicher zu machen und Ihrem Leben mehr Struktur zu geben. Wenn Sie in Sachen Vorbeugung und im Abstecken des eigenen Reviers zu nachlässig sind, verteilen Sie Einladungskarten für Unfälle und Übergriffe. Geben Sie materiellen und praktischen Dingen Gewicht, ohne sie über- oder unterzubewerten. Der Herausforderung, Materielles und wahrhaft Sinngebendes miteinander zu verbinden, können Sie wie kaum jemand anders kreativ begegnen: indem Sie beispielsweise Ihr Geld im helfenden, künstlerischen oder spirituellen Bereich verdienen. Ob es nun mehr Ihre Sache ist, im Rampenlicht der Medien zu stehen oder unauffällig hinter den Kulissen zu wirken und sich um Randgruppen zu kümmern: Wichtig ist, daß Sie dabei das Materielle trotz seiner Vergänglichkeit mit Sinn erfüllen, Besitz nicht nur als Summe von Gütern, sondern auch als Ausdruck des persönlichen Selbst-Wertes und Ihre körperliche Existenz als Geschenk betrachten lernen. U n d: Das 'Funktionieren'
im Alltag hängt eng damit zusammen wie man sich seiner Umgebung präsentiert und von den
anderen wahrgenommen wird. Aussehen, Bewegungen, Körperhaltung, Mimik und Sprechweise
tragen dazu genauso bei wie das, was man durch Wort und Schrift inhaltlich ausdrückt. In Ihrem konkreten Fall hat dieses
Erscheinungsbild etwas Unauffälliges oder aber Geheimnisvoll-Undurchschaubares. Sie sind
fähig, bei anderen die Illusion zu erzeugen, Sie entsprächen deren Erwartungen, entweder
indem Sie sich 'unsichtbar' machen oder so vieldeutige Botschaften aussenden, daß jeder
sich die passende Version aussuchen kann. Was im persönlichen Umgang
vielleicht etwas verschwommen oder seltsam wirken mag, könnte sich auf der öffentlichen
Bühne als komödiantisches Talent entpuppen. Ihr Verstand erfaßt Hintergründe, die dem
sogenannten Realisten unzugänglich sind und die manche Absurdheit in unseren scheinbar
logischen Reaktionen und Denkgewohnheiten auf die Schippe nehmen. Falls Sie bisher eher im
Rückzug Ihre Stärke gesehen haben (Es ist ja auch eine Kunst, im richtigen Moment gar
nichts auszusagen, wie das Beispiel von Mediensprechern zeigt!), mag es durchaus
bereichernd für Sie selbst und die Gesellschaft sein, Ihre völlig andere Sicht des
Zeitgeistes auf Ihre Art darzustellen, kundzutun. Es ist gut möglich, daß Sie einen eher
indirekten Weg bevorzugen, um Dinge praktisch auf die Reihe zu bekommen: Andere sind vordergründig die
'Macher', Sie ziehen die Fäden im Hintergrund und bewirken so wesentlich mehr. Ihre
Tarnfähigkeit kommt Ihnen hier zugute. Gegensätze zusammenbringt Merkur und Jupiter stehen im Sextil, d.h. im 60-Grad-Winkel. Trotz gewisser Widersprüche in Ihrem Denken und Ihrer Kommunikationsweise haben Sie es im Vergleich zu anderen Menschen deutlich leichter, sich im besten Licht darzustellen. Ohne daß Sie etwas Besonderes unternehmen müßten, halten andere Sie sehr schnell für eine kompetente und sympathische Persönlichkeit, zu der man gerne Kontakt aufnimmt. Vielleicht haben Sie dieses Plus noch gar nicht richtig ausgeschöpft: Ihre angeborene Begabung, eigene Standpunkte so zu formulieren oder auch durch Gesten herüberzubringen, daß Sie einerseits beeindrucken, andererseits Andersdenkende nicht vor den Kopf stoßen, macht Sie zu einem begehrten Diskussions- und Gesprächspartner. Einklang besteht vor allem zwischen Ihrer Art, sich im Denken völlig unabhängig von Konventionen zu machen bzw. Ihrem künstlerischen, spirituellen oder humanitären Interesse, und andererseits der Fähigkeit, materiell und körperlich nicht zu kurz zu kommen bzw. sich verwurzelt zu fühlen. Diese Fähigkeit entspringt Ihrem Bedürfnis nach Verbindlichkeit, Ihren Prinzipien. Machen Sie Gebrauch von der Leichtigkeit, mit der es Ihnen gelingt, eine umfassende Allgemeinbildung zu erwerben! Wenn Sie aus dem Vollen schöpfen können, ohne dabei dogmatisch und besserwisserisch aufzutreten, akzeptiert man Sie gerne als Vermittler in Auseinandersetzungen. Indem Sie glaubwürdig und unparteiisch den gemeinsamen Nenner unterschiedlicher Ansichten betonen, gelingt Ihnen gelegentlich sogar die Aussöhnung zwischen verfeindeten Parteien. Allerdings haben Sie persönlich ein Problem, welches viele kaum nachvollziehen können: Ihre Weigerung, sich mit Dingen auseinanderzusetzen, deren Nutzen Sie nicht begreifen. Hierbei geht es Ihnen weniger um die praktische Verwertbarkeit, als um die sinnhafte Bedeutung. Verständlicherweise möchten Sie sich am liebsten nur mit erbaulichen und großartigen Themen oder Aufgaben beschäftigen und deshalb langweilt Sie die Banalität des Alltags. Das gilt natürlich um so mehr, wenn Ihr derzeitiger Beruf Ihnen wenig spirituelle Herausforderungen bietet. Da für die meisten von uns jedoch ein Großteil des Lebens aus Alltag besteht, sollten Sie lernen, Ihrem alltäglichen Tun eine größere Bedeutung einzuräumen. Wenn Sie verstehen, daß auch Ihr unbefriedigendes Einerlei Teil eines übergeordneten Ganzen ist, ohne das Sie und Ihre Mitmenschen nicht existieren könnten, sind Sie in der Lage, auch diesen Lebensbereich als befriedigend und erfüllend zu erleben. Ihre Denkgewohnheiten stehen aber im Konflikt mit gesellschaftlichen Maßstäben Merkur und Saturn stehen im Quadrat, d.h. im 90-Grad-Winkel. Die Art wie Sie sich in Situationen zurechtfinden und mitteilen verträgt sich oft nicht mit den gesellschaftlichen Anforderungen, Regeln oder Einschränkungen, mit denen Sie konfrontiert werden. Es geht hier vor allem um Reibungspunkte zwischen der Neigung, völlig unabhängig von Konventionen, sozusagen 'weltfremd' und zweckfrei zu denken, andererseits aber dem Drang, sich gesellschaftlichen Maßstäben unterwerfen zu müssen, um anerkannt zu werden. Betrachtet man hier nur Ihre indirekten Zielsetzungen (die von den beteiligten Planeten beherrschten Häuser 2/10 3/10 6/10), könnten sich einzelne der folgenden Konflikte ergeben, die Ihnen kreative Lösungen abverlangen: - 'Meine körperlichen und materiellen Bedürfnisse vertragen sich nicht mit meinen Lebenszielen und beruflichen Ambitionen.' Oder: 'Entweder ein brotloser Beruf oder ein lukrativer Job, der mir keine Herausforderung bietet.' Oder: 'Um an Geld zu kommen, müßte ich illegale Dinge tun.' Oder: 'Für meinen Wunschberuf fehlen mir die körperlichen Voraussetzungen.' Oder: 'Die Karriere verlangt von mir völlige Ortsungebundenheit.' Oder: 'Mein Beruf isoliert mich von der Familie.' Oder: 'Weil ich angeblich zu unflexibel war, hat man mich nicht befördert.' - 'An meinem Revier und meinen Besitztümern hänge ich wie eine Klette.' - 'Meine Selbstdarstellung verträgt sich nicht mit meinen Lebenszielen und beruflichen Ambitionen.' Oder: 'Mein Ehrgeiz nimmt mir die Luft zum Atmen und macht mich unflexibel.' Oder: 'Ein Verwandter verhindert meinen Aufstieg.' Oder: 'Für meinen Wunschberuf fehlen mir die intellektuellen Voraussetzungen.' Oder: 'Die Karriere verlangt von mir völlige Verschwiegenheit.' Oder: 'Ich sende Signale aus, die meinem Chef mißfallen.' Oder: 'Weil ich angeblich zu redselig war, hat man mich nicht befördert.' - 'Meine Art, Gefühle mitzuteilen und mich einzugliedern verträgt sich nicht mit meinen Berufs- und Lebenszielen.' Oder: 'Meine Vorgesetzten erkennen meine Leistungen nicht an.' Oder: 'Um weiterzukommen, müßte ich kuschen, und das will ich nicht.' Oder: 'Mein Ehrgeiz geht mir an die gesundheitliche Substanz.' Oder: 'Immer gerate ich an Vermieter, die mich bevormunden wollen.' Oder: 'Wer Karriere machen will, muß rücksichtslos sein.' Die Diskrepanz zwischen der eigenen Einschätzung und den realen Anforderungen weist auf eine Entwicklung hin, in der zu früh Verantwortung übernommen werden mußte, die Aufgaben und Pflichten von Erwachsenen zu erfüllen waren, um Anerkennung zu finden. Das allen Menschen angeborene Bedürfnis, auch einmal im Mittelpunkt stehen zu wollen und Bewunderung einzuheimsen, indem man sich einfach produziert, wurde in Ihrer Kindheit und Pubertät in irgendeiner Weise unterdrückt oder umgelenkt. (Es gab hier in Ihrem Fall sowohl Förderung wie auch Einschränkung.) Ursache für diese mehr oder weniger starke 'narzißtische Kränkung' sind oft dominantere Geschwister bzw. auch Eltern, die zu sehr mit sich selber beschäftigt waren, um ihrem Kind größere Beachtung zu schenken. Zurück bleibt häufig der Eindruck, das fünfte Rad am Wagen zu sein, die Aufmerksamkeit, nach der man sich sehnt, erst durch Wohlverhalten und besondere Leistungen verdienen zu müssen. Der Ehrgeiz, es 'richtig machen' zu wollen, kann sogar Lern- oder Ausdrucksblockaden hervorrufen, weil dann für spontane Neugier und ein zwangloses Erproben eigener Möglichkeiten wenig Energie bleibt. Leistungsverweigerung mag hier der Versuch sein, sich Freiräume zu nehmen. Erstaunlicherweise tritt diese Konstellation aber auch vermehrt bei sogenannten 'Wunderkindern' auf, deren immenser Ehrgeiz im sportlichen, künstlerischen oder intellektuellen Bereich meist noch von den Eltern gefördert wurde. In all dem liegt die Tendenz, daß bewußt oder unbewußt eine als unbefriedigend erlebte Jugend zugunsten eines als besser erhofften Erwachsenendaseins geopfert wird. Festgefahrene, zementierte Beurteilungen stellen für Sie die größte Falle dar, die es zu vermeiden gilt! Sie neigen dazu, alles auf eine Karte zu setzen: Wenn Sie Ihre persönlichen hochgesteckten Ziele erreichen (können), ist eine angemessene Weiterentwicklung möglich. Scheitern Sie jedoch - und dies ist in manchen Fällen trotz großer Anstrengung unvermeidlich - erholen Sie sich sehr schwer von dieser 'Niederlage' und laufen womöglich die nächsten 25 Jahre im Büßergewand herum. Im Extremfall meiden Sie dann jede Herausforderung, aus Angst, erneut zu scheitern, und geben sich mit Positionen weit unter Ihren Möglichkeiten zufrieden. Diese vordergründige Genügsamkeit entspricht aber in keinster Weise Ihren wirklichen Ambitionen, sondern eher einer Verbitterung, mit der Sie sich systematisch selbst niedermachen. Auch wenn Sie Derartiges bisher nur in stark abgemilderter Form erleben mußten, ist es wichtig, diesen Mechanismus zu durchschauen. Hochgesteckte Ziele, welche zur fixen Idee werden und jede andere Möglichkeit ausschließen, führen fast zwangsläufig zu Scherbenhaufen, die einem sein ganzes Leben sinnlos erscheinen lassen. Neben Talent und Ehrgeiz gehört zu einem außergewöhnlichen Erfolg eben auch eine Portion Glück, das man nicht einplanen kann und dessen Ausbleiben man nicht als persönliches Scheitern auffassen sollte. Wenn Sie lernen, Ihre Möglichkeiten realistisch einzuschätzen und Ihr Selbstwertgefühl weniger von der Beurteilung anderer abhängig zu machen, werden Sie zufriedener und selbstbewußter. Ihre Fähigkeit zu besonderer Konzentration und Ausdauer ist dann praktisch in jedem Beruf und in der Verwirklichung jedes Lebenszieles von Vorteil. Geistesblitze: geniale Einfälle und 'verrückte' Ideen Merkur und Uranus stehen in Konjunktion, d.h. zusammen. Ihr Denken ist unangepaßt und exzentrisch, was manche Mitmenschen als erfrischend originell, andere vielleicht als überdreht oder sogar provokant empfinden mögen. Ihre Fähigkeit, innovativ und vom herrschenden Zeitgeist völlig unabhängig zu denken, ist ein verborgenes kreatives Potential, mit dem Sie im Laufe Ihres Lebens erst umgehen lernen. Sie sind daran interessiert, gesellschaftlich in Erscheinung zu treten, haben jedoch gleichzeitig große Scheu davor, sich auf eine Rolle festlegen zu lassen und damit kritisierbar zu werden. Dieser Zwiespalt entspringt auch Ihrem Bedürfnis, sich gesellschaftlich oder beruflich zu etablieren. Ihre mentalen Fähigkeiten lassen sich ein wenig mit einem hochgezüchteten Rennwagen vergleichen: Einer rasanten Geschwindigkeit und Leistungsfähigkeit steht ein immenser Energieverbrauch und eine deutlich erhöhte Störanfälligkeit gegenüber. Die Fähigkeit, ein Problem fast gleichzeitig von verschiedenen Blickwinkeln beleuchten zu können, gegensätzliche Standpunkte durchzuspielen, in Beziehung zu setzen und miteinander zu vergleichen, stellt eins Ihrer größten Erfolgspotentiale dar. Entscheidend ist, wie Sie selber mit diesem geistigen Tempo zurechtkommen und natürlich auch, wie konstruktiv bzw. 'umweltverträglich' Sie sich damit verständigen und einbringen können. Wenn die Schnelligkeit und Intensität Ihrer eigenen Denkprozesse Sie überfordert, kommt es leicht zu Nervosität, Fahrigkeit und Konzentrationsstörungen. Ihre psychische Dauerbelastbarkeit und Frustrationstoleranz ist dementsprechend gering. Oder in Gesprächen könnte Ihnen oft folgendes passieren: Während für Sie selbst längst alles klar ist, empfinden die anderen Ihre Äußerungen als wirr, weil Sie Gedankensprünge gemacht haben und zu ungeduldig oder schlicht nicht in der Lage waren, die Zwischenschritte zu erklären, welche zu Ihrer Schlußfolgerung führten. Vielleicht hat es schon in der Schule für manche Irritation gesorgt, daß Sie Themen in unkonventioneller bzw. ungewohnter Art miteinander verknüpfen. Sie wollen und können sich nur begrenzt anpassen und werden deshalb auch manchmal zum Außenseiter - meist unbeabsichtigt, denn im Grunde haben Sie ein starkes Bedürfnis nach gemeinsamem Gedankenaustausch. Entweder 'zufällig' oder gezielt treffen Sie oft genau den wunden Punkt, der geeignet ist, bei anderen Menschen Entwicklungen in Gang zu bringen, aber man dankt es Ihnen nicht immer. Was wahr ist, muß noch lange nicht auf positives Echo stoßen, insbesondere wenn es beim anderen in einer Form ankommt, die er als provozierend oder bloßstellend empfindet. Wenn Sie sich über Ihren eigenen Stolz bewußtwerden, über die Empfindlichkeit, mit der Sie selber auf arrogant vorgetragene Kritik reagieren, und sich dann in Ihr Gegenüber hineinversetzen, wird Ihnen klar, daß Taktgefühl genauso wichtig ist wie Treffsicherheit. In einem kleinen Kreis Gleichgesinnter oder in engen persönlichen Kontakten, bei denen Sie sich nur auf eine oder wenige Personen konzentrieren müssen, fällt Ihnen das Miteinander leichter. Sofern Sie gesellschaftliche Konventionen und Gemeinschaftsregeln nicht nur als verlogene Heuchelei, sondern auch als notwendige Schutzfunktionen im Umgang zwischen Menschen begreifen, werden Ihre originellen Gedanken auf fruchtbaren Boden fallen. Zwischen praktischer Situationsbewältigung und gedanklichem Dogmatismus liegt ein Spalt Merkur und Pluto stehen im Quadrat, d.h. im 90-Grad-Winkel. Ihre Art zu denken und sich mitzuteilen verträgt sich nur schwer mit Ihrer persönlichen Ideologie bzw. Ihrem Verhältnis zum Thema Macht. Sie erleben Zwang und Kontrolle von außen als massive Einschränkung Ihrer eigenen Überzeugungen. Wenn Sie daraufhin - meist unbewußt - versuchen, andere mit Ihren Äußerungen zu manipulieren oder auch deutlich Stärke zu demonstrieren, erzeugen Sie wiederum oft unerwünschte Nebenwirkungen, ohne sich darüber klar zu sein, daß Sie diese selbst verursacht haben. Unverträglichkeiten bestehen in Ihrem Fall zwischen der Neigung, völlig unabhängig von Konventionen, sozusagen 'weltfremd', zweckfrei und kreativ zu denken, andererseits aber einer großen Gefühlsintensität bei gleichzeitiger Kontrolliertheit, vor allem im Privatbereich. Auch Ihr Mutterbild ist hier angesprochen. Daß beides miteinander zusammenhängt, fällt Ihnen selbst vermutlich am wenigsten auf: Wenn Sie eher Ihren spontanen Einschätzungen folgen, fürchten Sie unbewußt, die Orientierung oder Existenzberechtigung zu verlieren. Wenn Sie sich jedoch in dem anderen Bereich zu sehr festbeißen und fixieren, dann beschneiden Ihren geistigen Spielraum bzw. werden unflexibel in Umgang mit anderen. Diese Fixierung entspringt auch Ihrem Begegnungsbedürfnis und dem, was Sie in die Außenwelt projizieren. Betrachtet man hier nur Ihre indirekten Zielsetzungen (die von den beteiligten Planeten beherrschten Häuser 6/7), könnten sich einzelne der folgenden Konflikte ergeben, die Ihnen kreative Lösungen abverlangen: - 'Meine Art, Gefühle mitzuteilen und mich einzugliedern verträgt sich nicht mit meinen Kontaktwünschen.' Oder: 'Wenn ich meinen Frust herauslasse, werde ich gemieden.' Oder: 'Um des lieben Friedens willen schlucke ich eben alles herunter.' Oder: 'Meine Arbeitskollegen sind alles andere als nett zu mir.' Oder: 'In der Arbeit gelte ich als verführbar / entscheidungsschwach.' Oder: 'Mein Partner erwartet, daß ich mich völlig unterordne / wirft mir vor, ich sei faul und egoistisch.' Oder: 'Meine Aufgaben nehmen mich so in Anspruch, daß kein Raum für die schönen Seiten des Lebens bleibt.' Oder: 'Ich kann mich nicht so äußern, daß es für andere akzeptabel ist.' Wesentlichen Einfluß auf Ihre Persönlichkeitsentwicklung hatte eine Atmosphäre, in der autoritärer oder manipulierender Umgang mit Sprache gleichgesetzt wurde mit Bedeutsamkeit und Macht. Das Eingeständnis, etwas nicht zu wissen, oder die Bereitschaft, einen Fehler einzugestehen und dem Gesprächspartner Recht zu geben, wurden bewußt oder unbewußt als Charakterschwäche eingestuft. Indirekt brachte man Ihnen bei, Intoleranz und Besserwisserei als wertvolle Wesenszüge zu betrachten, Unsicherheit mit absolutistischen oder ausgrenzenden Formulierungen zu überspielen. Diese blinde Entweder-Oder-Mentalität verhindert oft geradezu den Lernprozeß, der nötig wäre, um seine Gedanken spontan so angemessen zu formulieren, daß man von anderen auf die Art verstanden wird, wie man es sich wünscht. Falscher Respekt vor der Sprache kann bewirken, daß Sie sich manche notwendige Mitteilung verkneifen, anderes wiederum auf die Goldwaage legen, daß im ängstlichen Bemühen um Exaktheit die Botschaft verloren geht oder daß Sie umgekehrt dem Gesprächspartner Ihre Meinung um die Ohren hauen, ohne ihn gedanklich einzubeziehen. Weil Sie auf die Darstellung intellektueller Fähigkeiten enorm großen Wert legen, trifft es Sie besonders hart, wenn Ihre Überzeugungen nicht beeindrucken, sondern falsch ankommen, Widerspruch provozieren oder verletzend wirken, bevor die anderen Sie überhaupt begriffen haben. Ein großer Entwicklungsfortschritt bestünde darin, sich selber einzugestehen, wie sehr Sie darunter leiden, wenn wegen solcher Verständigungsprobleme persönliche Beziehungen in die Brüche gehen oder gar nicht erst zustandekommen. Anstatt grundsätzlich die Schuld von sich zu weisen, packen Sie das Übel doch lieber an der Wurzel. Hierbei kann die Überlegung helfen, daß niemand hundertprozentig 'Recht hat', daß keine Ansicht und keine Formulierung in letzter Konsequenz absolut wahr sein kann. Unser Wissen ist unvollständig, die Möglichkeit, Wesentliches mit Worten auszudrücken, begrenzt und unsere persönliche Erfahrung völlig einseitig und subjektiv. Wenn es Ihnen gelingt, die eigene Selbstwichtigkeit zu überwinden, so sehr Sie auch von Ihrem Standpunkt überzeugt sein mögen, und in Gesprächen ein wenig über den Tellerrand persönlicher Wertungen hinauszublicken, bereichert dies sowohl Ihre Beziehungen als auch Ihr Weltbild. Versuchen Sie, kommunikative Offenheit, das Spiel mit dem Zweifel einerseits, auf der anderen Seite hingegen disziplinierteste Logik, als verschiedene Dinge zu begreifen, die auf dem jeweils passenden Gebiet konsequent entwickelt werden sollten. Sofern Sie dies bewerkstelligen, können Sie enorme Verstandesleistungen erbringen.
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